Vitamin K wird oft unterschätzt, spielt aber eine lebenswichtige Rolle in unserem Körper. Die meisten Menschen verbinden dieses Vitamin mit der Blutgerinnung, doch seine Vorteile reichen weit darüber hinaus. In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Aspekte von Vitamin K, räumen mit gängigen Mythen auf und zeigen seine positiven Auswirkungen auf die Knochen- und Herzgesundheit auf.
Die verschiedenen Vitamin-K-Typen verstehen: K1 und K2
Vitamin K1 (Phyllochinon)
Vitamin K1, auch Phyllochinon genannt, kommt hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat und Brokkoli sind reich an Vitamin K1. Es ist auch in bestimmten Ölen und Früchten wie Blaubeeren und Feigen enthalten. Vitamin K1 unterstützt die Photosynthese in Pflanzen und ist die Hauptform von Vitamin K in unserer Ernährung.
Vitamin K2 (Menachinon)
Vitamin K2, auch Menachinon genannt, kommt hauptsächlich in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vor. Natto, ein japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen, ist die reichhaltigste Quelle. Weitere Quellen sind Hart- und Weichkäse, Eigelb, Hühnchen, Butter und Quark. Auch unsere Darmbakterien produzieren Vitamin K2. Da Vitamin K2 länger im Körper verbleibt, kann dies zusätzliche Vorteile für die Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit mit sich bringen.
Die gesundheitlichen Vorteile von Vitamin K
Knochengesundheit und Osteoporose
Zahlreiche Studien belegen die wichtige Rolle von Vitamin K für die Knochengesundheit. Die Einnahme von Vitamin K2 kann altersbedingten Knochenabbau verringern und das Frakturrisiko senken. Vitamin K2 fördert die Einlagerung von Kalzium in die Knochen und verhindert so dessen Ablagerung in den Arterien. Eine Analyse mehrerer kontrollierter Studien zeigte, dass Vitamin K2 die Knochengesundheit verbessert und Frakturen reduziert, insbesondere bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose. Die Kombination von Vitamin K2 und Vitamin D3 scheint synergistische Vorteile für die Knochengesundheit zu bieten.