Um diese Vorteile zu erzielen, muss die Temperatur ausreichend niedrig sein. Eine Studie zeigte, dass ein einstündiges Eintauchen in 14 °C kaltes Wasser den Noradrenalinspiegel nicht erhöhte, während ein einstündiges Eintauchen in 13,9 °C kaltes Wasser ihn um 530 % steigerte. Glücklicherweise lassen sich ähnliche Effekte in kürzerer Zeit erzielen, wenn die Temperatur noch niedriger ist. Beispielsweise erhöht ein 20-sekündiges Eintauchen in 4,4 °C kaltes Wasser, dreimal wöchentlich über 12 Wochen wiederholt, den Noradrenalinspiegel um 200 bis 300 %.
Entzündungsreduktion
Chronische Entzündungen stehen im Zusammenhang mit vielen modernen Krankheiten wie Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs, Arthritis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Kältetherapie kann die allgemeine Entzündungsaktivität im Körper reduzieren. Eine Studie mit 85- bis 110-Jährigen zeigte, dass niedrige Entzündungswerte die Überlebensrate und die kognitive Funktion positiv beeinflussten. Die Reduzierung von Entzündungen könnte daher das Leben verlängern und das Risiko chronischer Krankheiten senken.
Noradrenalin hemmt Entzündungsprozesse, indem es den Spiegel von TNF-alpha senkt, einem Protein, das an nahezu allen menschlichen Erkrankungen beteiligt ist. Es reduziert außerdem andere Entzündungsmoleküle wie MIP-1 alpha. Darüber hinaus führt die Senkung der Körpertemperatur zu einer Verengung der Blutgefäße, was ebenfalls zur Reduzierung von Entzündungsmarkern beitragen kann.