Diagramm 1_2: Die bakteriellen Auswirkungen der Rindfleischproduktion traten besonders deutlich zutage, als die Forscher Bakterienstämme auf Antibiotikaresistenz testeten. Fast ein Fünftel des konventionellen Rinderhackfleischs wies Bakterien auf, die gegen mindestens drei Antibiotikaklassen resistent waren – mehr als doppelt so viele wie in den Proben aus „nachhaltiger produzierter“ Haltung und dreimal so viele wie in Proben von grasgefütterten, im Freien gehaltenen Rindern.
Diagramm 2_5: Die Studie liefert zahlreiche Informationen, die diese Unterschiede erklären könnten. Warum fast jedes Rinderhackfleisch Fäkalbakterien enthält, liegt in der unsauberen Schlachtung und Verarbeitung der großen Tiere: Kot, der sich auf der Haut festsetzt oder im Darm verfängt, kann sich leicht im Schlachtkörper verteilen. Bei Steaks und Braten ist das kein großes Problem, da sich die Bakterien meist an der Oberfläche halten. „Beim Braten wird die Außenseite heiß genug, um die Mikroben abzutöten.“ Bei Hackfleisch hingegen vermischen sich die Bakterien mit dem Fleisch und kontaminieren es vollständig, auch das Innere des Burgers.
Hinzu kommt folgendes Problem: „Die Fleischstücke und das Fett stammen oft von mehreren Tieren, sodass Fleisch von einer kontaminierten Kuh in vielen Packungen Hackfleisch landen kann.