Das bedeutet, dass Schlafprobleme in dieser Zeit oft besonders deutlich werden.
Stress und Angst: Die häufigste Ursache
Einer der Hauptgründe, warum Menschen um 3 oder 4 Uhr morgens aufwachen, ist Stress.
Wenn Sie unter Druck stehen, bleibt Ihr Körper wachsamer – sogar im Schlaf.
Stress aktiviert das Kampf-oder-Flucht-System des Körpers und erhöht den Spiegel von Hormonen wie Cortisol und Adrenalin.
Diese Hormone sind in Notfällen hilfreich.
Erhöhte Cortisolwerte können jedoch den Schlaf beeinträchtigen.
Häufige Anzeichen dafür, dass Stress den Schlaf beeinflusst, sind:
Gedankenrasen
Einschlafprobleme
Zukunftsängste
Gespräche oder Ereignisse im Kopf wiederholen
Viele Menschen bemerken, dass ihre Gedanken in den ruhigen Stunden der Nacht besonders aktiv sind.
Ohne Ablenkung können Sorgen, die tagsüber noch bewältigbar schienen, plötzlich erdrückend wirken.
Der Zusammenhang mit Cortisol
Cortisol wird oft als „Stresshormon“ bezeichnet.
Normalerweise folgt der Cortisolspiegel einem Tagesrhythmus.
Der Spiegel bleibt abends relativ niedrig und steigt in den frühen Morgenstunden an, um den Körper auf das Aufwachen vorzubereiten.
Bei Menschen mit chronischem Stress, Angstzuständen oder schlechten Schlafgewohnheiten kann dieser Rhythmus gestört sein.
Ein früher Cortisolanstieg kann dazu führen, dass man gegen 3 oder 4 Uhr morgens aufwacht und es schwerfällt, durchzuschlafen.
Dies ist ein Grund, warum Schlafexperten bei der Beurteilung von Schlafproblemen häufig nach dem Stressniveau fragen.
Depression und frühes Erwachen
Wiederholtes frühes Erwachen kann mitunter mit einer Depression einhergehen.
Nicht jeder, der an einer Depression leidet, hat dieses Symptom, aber es tritt so häufig auf, dass Ärzte im Rahmen der Anamnese oft nach dem Schlafverhalten fragen.