Warum haben Weingläser diese besondere Form?
Bevor wir diese Frage beantworten, ist es hilfreich zu verstehen, warum Weingläser diese Form haben. Im Gegensatz zu normalen Wassergläsern oder Trinkgläsern haben Weingläser einen breiten Kelch, der sich nach oben verjüngt.
Dieses Design ist nicht nur eine Frage der Eleganz. Wein muss „atmen“. Beim Kontakt mit Luft reagiert der Sauerstoff mit der Flüssigkeit und setzt so ihre verborgenen Aromen und Geschmacksstoffe frei. Besonders bei Rotwein sind diese Aromen eingeschlossen und brauchen Raum, um sich zu entfalten.
Weinliebhaber schätzen auch das „Schwenken“. Durch das Schwenken vergrößert sich die Oberfläche, die mit Sauerstoff in Kontakt kommt, wodurch Aromen von Beeren, Eiche oder Gewürzen freigesetzt werden.
Was passiert nun, wenn wir dieses Wissen anwenden und das Glas bis zum Rand füllen, wie bei Glas Nummer 4? Es bleibt kein Platz zum Schwenken, der Wein verschüttet also leicht. Noch wichtiger ist jedoch, dass kein Platz für Luft ist, um die Aromen zu konzentrieren, was das Geschmackserlebnis beeinträchtigt. Daher können wir Glas Nummer 4 getrost weglassen.
Vermeiden Sie Extreme.
Und Glas Nummer 1? Es bietet zwar ausreichend Platz zum Schwenken des Weins, ist aber schlichtweg zu klein. Sofern Sie keine professionelle Verkostung mit mehreren Proben durchführen, erwärmt sich diese kleine Menge zu schnell und ist unbefriedigend.
Damit bleiben noch Glas Nummer 2 und Glas Nummer 3 übrig, und hier beginnt die eigentliche Debatte.
Viele greifen instinktiv zu Glas Nummer 2, weil der Inhalt bis zur Hälfte des Glases reicht und so ein optisch harmonisches Gesamtbild ergibt. Der breitere Teil des Glases spielt jedoch eine entscheidende Rolle bei der Entfaltung der Aromen.
Das endgültige Urteil
: Welches Glas ist also das richtige?
Die Antwort lautet: Glas Nummer 3!