Okra: Warum dieses wenig bekannte Gemüse öfter auf dem Speiseplan stehen könnte

Viele Menschen gehen im Supermarkt an Okra vorbei, ohne sie genauer zu beachten. Die kleinen grünen Schoten gehören in Deutschland noch nicht zu den bekanntesten Gemüsesorten. Dabei ist Okra vielseitig verwendbar und liefert unter anderem Ballaststoffe.

Der von Ihnen verlinkte Beitrag stellt das Gemüse deshalb als interessante Ergänzung für eine abwechslungsreiche Ernährung vor. (Karofood)

Was ist Okra eigentlich?

Okra ist ein grünes Schotengemüse, das besonders in der afrikanischen, arabischen, indischen und karibischen Küche verbreitet ist.

Die länglichen Schoten erinnern optisch ein wenig an kleine grüne Paprikaschoten. Im Inneren befinden sich kleine Samen, die mitgegessen werden können.

Geschmacklich ist Okra relativ mild und lässt sich deshalb mit vielen unterschiedlichen Zutaten kombinieren.

Warum wird Okra beim Kochen leicht schleimig?

Genau diese Eigenschaft sorgt bei vielen Menschen zunächst für Überraschung.

Beim Erhitzen gibt Okra eine natürliche, leicht gelartige Substanz ab. Der polnische Ausgangsartikel bezeichnet diese als Schleimstoffe und hebt insbesondere den Ballaststoffgehalt der Okra hervor. (Karofood)

Für manche Gerichte ist diese Konsistenz sogar erwünscht, denn die natürliche Gelbildung kann dazu beitragen, Saucen und Eintöpfe etwas sämiger zu machen.

Wer die schleimige Konsistenz dagegen nicht mag, kann Okra beispielsweise bei stärkerer Hitze kurz anbraten.

Okra und die Verdauung

Ein interessanter Punkt des Artikels ist der Ballaststoffgehalt von Okra.

Ballaststoffe spielen grundsätzlich eine wichtige Rolle in einer ausgewogenen Ernährung. Das polnische Nationale Zentrum für Ernährung empfiehlt, regelmäßig ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen zu essen. (Narodowe Centrum Edukacji Żywieniowej)

Okra kann dabei eine von vielen Möglichkeiten sein, mehr pflanzliche Lebensmittel in den Speiseplan einzubauen.

Der ursprüngliche Beitrag beschreibt die Schleimstoffe der Okra als eine Art natürliche Unterstützung für den Verdauungstrakt und nennt unter anderem einen regelmäßigeren Stuhlgang als möglichen Vorteil. (Karofood)

Dabei sollte man allerdings nicht von einem einzelnen Gemüse medizinische Wirkungen erwarten. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt entscheidend.

Wie kann man Okra zubereiten?

Okra muss nicht kompliziert zubereitet werden. Die Schoten können beispielsweise:

  • kurz angebraten,
  • gedünstet,
  • gegrillt,
  • in Eintöpfen verwendet,
  • in Currys verarbeitet oder
  • in Gemüsepfannen gegeben werden.

Der Ausgangsartikel empfiehlt insbesondere eine schonende Zubereitung beziehungsweise kurzes Anbraten. (Karofood)

Ein einfacher Tipp gegen die schleimige Konsistenz

Wer Okra zum ersten Mal probiert, sollte sie zunächst trocken tupfen und anschließend bei relativ hoher Hitze kurz anbraten.

Auch säuerliche Zutaten wie Zitronensaft oder Essig können je nach Rezept eingesetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Schoten zu grillen oder im Ofen zu rösten. Dadurch entsteht eine angenehmere, leicht knusprige Oberfläche.

Warum mehr Gemüse grundsätzlich sinnvoll ist

Okra muss keineswegs als „Wundergemüse“ betrachtet werden.

Viel wichtiger ist die Vielfalt. Das polnische Nationale Zentrum für Ernährung empfiehlt, möglichst unterschiedliche Gemüse- und Obstsorten zu essen, da verschiedene pflanzliche Lebensmittel unterschiedliche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe liefern. (Narodowe Centrum Edukacji Żywieniowej)

Auch der polnische Nationale Gesundheitsfonds empfiehlt, Gemüse und Obst regelmäßig zu essen und dabei auf eine möglichst große Vielfalt zu achten. (pacjent.gov.pl)

Okra kann deshalb eine interessante Ergänzung sein – insbesondere für Menschen, die gerne neue Gemüsesorten ausprobieren.

Passt Okra in die Alltagsküche?

Ja. Besonders einfach ist sie in Kombination mit bereits bekannten Zutaten.

Zum Beispiel kann man Okra mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen anbraten. Auch zusammen mit Reis, Hülsenfrüchten oder Fleisch lässt sie sich gut kombinieren.

Wer die natürliche Bindungskraft der Okra nutzt, kann sie außerdem in Suppen und Eintöpfen einsetzen.

Nicht nur wegen möglicher gesundheitlicher Vorteile interessant

Der größte Vorteil der Okra ist vielleicht, dass sie Abwechslung auf den Teller bringt.

Viele Menschen essen regelmäßig dieselben Gemüsesorten. Dabei kann es durchaus Spaß machen, gelegentlich weniger bekannte Sorten auszuprobieren.

Okra ist dafür besonders geeignet, weil sie relativ unkompliziert zubereitet werden kann und sowohl zu mediterranen als auch zu orientalischen und asiatischen Gerichten passt.

Fazit

Okra ist ein unterschätztes Gemüse, das durchaus einen Platz in einer abwechslungsreichen Ernährung verdient. Die grünen Schoten liefern Ballaststoffe und lassen sich auf unterschiedliche Weise zubereiten. (Karofood)

Die charakteristische leicht schleimige Konsistenz beim Kochen mag zunächst ungewohnt sein, ist aber gleichzeitig eine besondere Eigenschaft der Okra. Wer sie nicht mag, kann die Schoten kurz und heiß anbraten oder grillen.

Und auch wenn Okra kein Wundermittel ist, gilt: Mehr Vielfalt beim Gemüse kann eine einfache Möglichkeit sein, die eigene Ernährung abwechslungsreicher zu gestalten. (Narodowe Centrum Edukacji Żywieniowej)

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