»Das Geld ist weg, Mama. Wir haben das gesamte Vermögen, das Papa dir hinterlassen hat, auf Ricardos Konto überwiesen«, verkündete meine Tochter mit einem spöttischen Lächeln.
Du hättest eine bessere Schwiegermutter sein sollen.
Ich antwortete ruhig:
Wie interessant.
Denn das wahre Vermögen, das mein Mann hinterlassen hatte, war sicher auf einem Konto verwahrt, auf das sie niemals kommen würden.
Und dann die Bank…“
Wir sind alle weg, Mama.
Wir haben das gesamte Vermögen, das Ihr Vater Ihnen hinterlassen hat, auf Patricks Konto überwiesen.
Meine Tochter Sarah verkündete es mit einem spöttischen Grinsen.
„Du hättest eine bessere Schwiegermutter sein sollen“, antwortete ich ruhig.
Wie interessant.
Denn das wahre Vermögen, das mein Mann Arthur hinterlassen hatte, war sicher auf einem Konto verwahrt, auf das sie niemals kommen würden.
Und in diesem Moment würde die Bank genau das tun, was mein Mann Monate vor seinem Tod angeordnet hatte.
Um aber zu verstehen, wie ich in diesem Moment in meinem eigenen Wohnzimmer stand und meiner Tochter zuhörte, wie sie den Diebstahl gestand – mit der Gelassenheit einer Person, die einen Latte bestellt –, muss ich zwei Monate zurückgehen, zu dem Tag, an dem ich Arthur beerdigt habe.
Bis zu dem Tag, an dem mein Leben, wie ich es kannte, völlig zum Stillstand kam.
Es war ein Dienstag im März, als der Krebs schließlich das Leben des Mannes forderte, der 43 Jahre lang mein Partner gewesen war.
Die Kapelle war gefüllt mit weißen Blumen, vertrauten Gesichtern und tröstlichen Worten, die in meinen Ohren hohl klangen.
Ich war 71 Jahre alt und zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich wirklich allein.
Arthur war mein Fels in der Brandung, mein Vertrauter, mein bester Freund.
Wir hatten uns seit unserem 22. Lebensjahr ein gemeinsames Leben aufgebaut, als er noch ein junger Angestellter bei einer Importfirma war und ich als Sekretärin an einer örtlichen Schule arbeitete.
Sarah weinte bei der Beerdigung.
Sie brach in dramatische, schluchzende Ausbrüche aus, die die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich zogen.
Patrick, ihr frischgebackener Ehemann, fasste sie an den Schultern, reichte ihr Taschentücher und flüsterte ihr ein paar Worte ins Ohr.
Ich saß in der ersten Reihe und beobachtete das Geschehen. Dabei verspürte ich ein seltsames Gefühl in der Brust, etwas, das mehr war als nur Trauer über Arthurs Tod.
Es war ein Gefühl der Unruhe, das Gefühl, dass etwas nicht stimmte.
Meine Tochter hatte ihren Vater in den letzten zwei Monaten seines Lebens nur dreimal besucht.
Dreimal in 60 Tagen.