Ich hatte meine Tochter monatelang auf ihren ersten Flug vorbereitet und unter anderem den Sitzplatz ausgesucht, an dem sie sich sicher fühlen sollte. Als uns diese kleine Quelle der Geborgenheit genommen wurde, glaubte ich, dass mir nichts anderes übrig blieb, als zu gehen.
Am Abend vor unserer Reise saß ich im Schneidersitz auf dem Teppich im Zimmer meiner Tochter Emma und schloss einen kleinen Koffer, der mit Wolkenaufklebern verziert war, die sie selbst ausgesucht hatte.
Es waren zwei Jahre vergangen, seit ihr Vater, Sean, verstorben war.
Dies war das erste Mal seitdem, dass ich mir erlaubt habe, etwas anderes als einen Arzttermin oder eine Therapiesitzung zu planen.
Wir wollten nur vier Tage am Strand verbringen.
Es klang einfach, aber für mich fühlte es sich an wie die Besteigung eines Berges.
Meine sechsjährige Tochter schlief bereits, ihr Stoffflugzeug unter dem Arm. Sie hatte es im Vorjahr „Buzz“ genannt, und seitdem war es kaum noch von ihrer Seite gewichen.
Ich blieb einen Moment auf dem Boden sitzen und strich mit dem Daumen über die Wolkenaufkleber auf ihrem Koffer.
„Das schaffst du, Tina“, flüsterte ich mir zu. „Es ist ja nur ein Flug.“
Mein Handy vibrierte.
Eine E-Mail der Fluggesellschaft war eingegangen.
Ich habe es schnell gelesen.
Für den Flug am folgenden Morgen hatte es einen Flugzeugwechsel gegeben, und einige Passagiere waren automatisch umgebucht worden.
Ich habe sofort unsere Bordkarten überprüft.
Emma war weiterhin auf Platz 7A eingetragen.