Masche mit System – so arbeiten die Abzocker

Experten stellen fest, dass die Schreiben häufig denselben Aufbau haben: Auf Seite eins prangen Logo, Aktenzeichen und ein eingeschüchterter Ton („letzte Zahlungschance“). Seite zwei listet Fantasie-Gebühren wie „Ermittlungsaufwand“ oder „Bonitätsabfrage“ auf, die den Betrag künstlich auf runde 240 Euro bringen.
Hinzu kommt Druck durch enge Fristen: Drei Werktage, manchmal 48 Stunden. Wer nachfragt, landet bei Callcenter-Nummern, die nur eine Botschaft kennen: „Zahlen oder wir klagen.“ Rechtlich sind solche Drohkulissen unhaltbar, doch der psychologische Effekt wirkt. Besonders ältere Menschen überweisen, um „Ruhe zu haben“.