3. Schwarze Hocker
Das Auftreten von schwarzem Blut im Stuhl (teerartiger Stuhl) oder blutigem Erbrechen (rot oder schwarz) ist häufig ein Symptom einer fortgeschrittenen Lebererkrankung. Eine geschädigte Leber kann verhärten und vernarben. In diesem Fall stößt das Blut, das vom Darm zur Leber über die Pfortader fließt, auf eine Blockade. Es wird gezwungen, die Leber zu umgehen und kann nicht ausreichend gereinigt werden. Dieser Blutfluss kann zu einer Erweiterung der Speiseröhrenvenen führen, wodurch Ösophagusvarizen entstehen, die platzen und Magen-Darm-Blutungen verursachen können. Schwarzes Erbrechen oder teerartiger Stuhl erfordern sofortige ärztliche Hilfe. Eine kurze Untersuchung ermöglicht einen umfassenden Leberfunktionstest und die Bestimmung der Prothrombinzeit (PT) zur Messung der Blutgerinnung.
4. Gelbliche Verfärbung der Augen und der Haut
Gelbsucht, gekennzeichnet durch eine Gelbfärbung des Augenweißes und der Haut, kann ein Anzeichen für eine beginnende Leberzirrhose sein. „Dabei schrumpft die Leber und ihre Funktionsfähigkeit nimmt ab; dies spricht man von einem Leberzellversagen. Sinkt die Funktionsfähigkeit der Leber unter 50 %, kann sie Bilirubin (den gelben Gallenfarbstoff) nicht mehr effektiv ausscheiden. Dieses reichert sich dann im Blut an und verursacht die charakteristische Gelbfärbung von Augen und Haut“, erklärt der Hepatologe. Bei einer gelblichen Verfärbung des Augenweißes oder der Haut ist umgehend eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des Bilirubinspiegels erforderlich. Erhöhte Bilirubinwerte können auf eine erhebliche Leberfunktionsstörung hinweisen.
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