Sie haben im Internet sicher schon vollmundige Versprechen über eine bemerkenswerte Pflanze gelesen, die angeblich alles heilt – von

Der Tag, an dem meine Tochter ihren Abschluss machte, hätte ein Tag des Stolzes, der Erleichterung und ein wohlverdienter Meilenstein im Alltag sein sollen. Stattdessen wurde mir bewusst, dass es noch einen letzten Hoffnungsschimmer im Leben meines Mannes gab, den wir überwinden mussten.

Vor sieben Jahren verlor meine Tochter Nora bei demselben Unfall, der meinem Mann das Leben kostete, ihr Augenlicht.

Wir fuhren nach ihrer Klavierstunde im Regen nach Hause, als ein anderes Auto in unsere Spur einscherte. Wir prallten gegen die Leitplanke, überschlugen uns und landeten im Fluss. Nora und ich überlebten.

Mark nicht.

Die Jahre dazwischen waren furchtbar. Rehabilitation. Blindenschrift. Lernen, in welchen Schränken Teller und welche Dosensuppe standen. Lernen, nicht zusammenzuzucken, wenn Nora eine Türöffnung falsch einschätzte. Lernen, ruhig zu bleiben, wenn sie fragte: „Glaubst du, ich werde jemals aufhören, wütend zu sein?“

Tagelang wurde nach ihm gesucht. Taucher. Boote. Suchscheinwerfer. Seine Leiche wurde nie gefunden. Schließlich sagte mir die Polizei, dass die Strömung ihn wahrscheinlich weiter hinausgetrieben hatte, als irgendjemand ihn erreichen konnte. So blieb ich zurück – ohne Beerdigung, ohne Grab, ohne Abschied. Nur Papierkram und Wasser.

Nora war damals elf Jahre alt.

Sie wurde diesen Frühling achtzehn.

Da kam Scout in unser Leben.

Gestern war Noras Schulabschlussfeier.

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