Sehr heißes Wasser kann bei manchen Menschen Schwindelgefühle verstärken. Lauwarmes Wasser ist in der Regel angenehmer und schonender für den Körper.
2. Bei Bedarf hinsetzen
Ein Duschstuhl kann helfen, Ermüdung vorzubeugen und das Risiko von Gleichgewichtsstörungen zu verringern. Dies ist besonders hilfreich für Menschen mit Beinschwäche, Schwindel, Gelenkschmerzen oder Atemnot.
3. Haltegriffe anbringen
Haltegriffe am Duscheingang, in der Dusche und neben der Toilette können einen großen Unterschied machen. Das Nationale Institut für Alternsforschung (NIA) empfiehlt Haltegriffe, rutschfeste Matten und eine sicherere Badezimmerausstattung, um Stürze zu Hause zu vermeiden.
4. Rutschfeste Matten verwenden
Nasser Badezimmerboden ist besonders rutschig. Verwenden Sie rutschfeste Matten in und vor der Dusche und vermeiden Sie lose Teppiche, die leicht verrutschen.
5. Für gute Beleuchtung im Badezimmer sorgen
Schlechte Beleuchtung erhöht die Stolpergefahr. Nachtlichter können hilfreich sein, wenn Senioren nachts das Badezimmer benutzen.
6. Kurz duschen
Lange, heiße Duschen können Müdigkeit oder Überhitzung verstärken. Eine kürzere Dusche ist sicherer und dennoch erfrischend.
7. Handtuch, Bademantel und Hausschuhe bereithalten
Wenn man kalt, nass oder in Eile aus der Dusche steigt, kann man leicht ausrutschen. Bereiten Sie alles vor, bevor Sie anfangen zu duschen, um plötzliche Bewegungen zu vermeiden.
Tipps für Pflegekräfte
Pflegekräfte sollten auf Verhaltensmuster achten. Fühlt sich die Person nach dem Duschen schwindelig? Ist sie in Eile? Vermeidet sie das Baden aus Angst vor Stürzen? Gibt es blaue Flecken, Beinahe-Stürze oder Klagen über Schwäche?
Eine sicherere Badezimmerausstattung kann die Selbstständigkeit fördern, anstatt sie einzuschränken. Kleine Veränderungen wie Haltegriffe, ein Duschstuhl, rutschfester Bodenbelag, eine Handbrause und eine bessere Beleuchtung können älteren Menschen mehr Sicherheit geben.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Sprechen Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin, wenn ältere Menschen während oder nach dem Duschen häufig Schwindel, Schwäche, Verwirrtheit, Atemnot oder Unsicherheit verspüren. Holen Sie auch ärztlichen Rat ein, wenn es wiederholt zu Stürzen, Beinahe-Stürzen, Brustschmerzen, starker Müdigkeit oder plötzlichen Gleichgewichtsstörungen kommt.
Diese Symptome können mit Bluthochdruck, Medikamenten, Flüssigkeitsmangel, Herzrhythmusstörungen, Innenohrproblemen oder anderen medizinischen Ursachen zusammenhängen.
Abschließende Gedanken
Duschen an sich ist nicht gefährlich, aber für ältere Menschen sind Zeitpunkt und Umstände entscheidend. Sehr heißes Wasser, morgendliche Müdigkeit, Duschen direkt nach dem Essen, schlechte Beleuchtung, rutschige Böden und mangelnde Unterstützung können das Risiko erhöhen.
Ziel ist es nicht, Angst zu schüren, sondern das Duschen sicherer, entspannter und angenehmer zu gestalten.
Eine gute Routine ist einfach: Wählen Sie einen Zeitpunkt, an dem sich die Person sicher fühlt, verwenden Sie lauwarmes Wasser, vermeiden Sie Eile, sorgen Sie für mehr Sicherheit im Badezimmer und holen Sie sich ärztlichen Rat ein, wenn Schwindel oder Stürze wiederholt auftreten.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei häufigem Schwindel, Ohnmachtsanfällen, Brustschmerzen, Atemnot oder wiederholten Stürzen bei Ihnen oder einer Ihnen nahestehenden Person suchen Sie bitte ärztlichen Rat.